EMDR in der Therapie

Nach einem überwältigenden oder sogar traumatischen Erlebnis werden manchmal Bilder, oder nur Teile davon, in der rechten Hirnhälfte bildlich prozessiert, während das Sprachzentrum in der linken Hirnhälfte aktiv unterdrückt wird. Dadurch kann der Betroffene das Erlebte nicht in Worte fassen, was eine nachfolgende Verarbeitung erheblich erschwert und ihn manchmal sogar daran hindert am normalen gesellschaftlichen Leben teil zu haben.

Im Rahmen einer EMDR-Therapie wird ein Prozess angeregt und aufrecht erhalten, welcher normalerweise während des REM-Schlafes abläuft, in dem die Tagesereignisse verarbeitet werden.

Während des in der Therapie indizierten Prozesses der wechselseitigen Stimulation werden die Informationen aus dem limbischen System und seinem episodischen Gedächtnis, mit dem semantischen Gedächtnis-System synchronisiert.

Zwischenzeitlich wird EMDR auch bei folgenden Indikationen erfolgreich eingesetzt:

In Verbindung mit körpertherapeutischen, interpersonellen, kognitiv-verhaltenstherapeutischen oder psychodynamischen bzw. tiefenpsychologischen Therapieansätzen werden optimale Behandlungsergebnisse erzielt. Dabei geht es im Rahmen der EMDR-Therapie um den Aufbau psychischer Kräfte und die Bearbeitung traumatischer Erlebnisse, welche an der Auslösung zahlreicher psychischer und psycho-somatischer Erkrankungen beteiligt sind.

Unterschiedliche Langzeitstudien belegen, dass diese Kombination schon nach wenigen Sitzungen zu merkbaren und dauerhaften Therapieerfolgen führt.
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